Donnerstag, 26. Februar 2009

Letzte Reiseworte aus Asien

Nun ist es so weit. Ich stehe wieder in Singapore auf dem Flughafen und schreibe den Letzten Blog bevor mich in ein paar Stunden das Kalte Europa wieder hat.

Asien hat mich mit seiner Vielfalt sehr Inspiriert und auch schockiert. Die Tausend Farben die dazu beitragen das Treiben der Menschen zu einem Perfekten Durcheinander werden lassen sind nur ein Teil der das Leben in Asien so unterschiedlich wirken laesst. Dazu kommen die krassen Kontraste von neu und alt, arm und reich die staendig direkt nebeneinander projeziert werden.

Deshalb ergab sich mein Eindruck sehr gemischt: Ich mochte sehr was ich sah und was die Menschen ausstrahlten, die meist froehlich waren und immer Interesse an einem zeigten und wie sie ihre Religion leben. Ich mochte nicht das es schwer viel mit den Menschen zu komunizieren und nicht als Tourist betrachtet zu werden. Deshalb war es fuer mich nicht einfach das Chaos des Altags zu verstehen und ein Gefuehl dafuer zu entwickeln wie das Leben dort funktioniert.
Aber unterm Strich war es eine schoene Erfahrung, auch wenn es mich so manches mal mehr Nerven gekostet hat als in meiner gesamten Australienzeit und das soll was heisen! Ich weis das ich auf jeden Fall noch mal nach Thailand gehe um mir das Land genauer anzuschauen als ich jetzt dir Moeglichkeit dazu hatte.

Jetzt gehe ich mit einem guten Gefuehl in meinen Flieger, den immerhin bin ich jetzt ja Thaimasseur und die Reise ist zuhause ja nicht zu ende....

Bis Morgen dann
euer David

Sonntag, 1. Februar 2009

Good by Australia

G'day,

wie die Aussies pflegen "hallo" zu sagen, hoerte ich Gestern nun zum letzten mal als ich mich mit meinem Auto :-) auf den Weg zum Flughafen machte.

Es ist wieder ein Monat rum und wieder habe ich viel gesehen und erlebt.


Nach einer schoenen Weihnachtszeit in Apollo Bay machte ich mir Gedanken ueber Silvester und schaute mich im Facebook mal nach Leuten um die ich in Australien kennengelernt habe. Und wie haette es auch anders sein sollen, stelle ich fest das Kathi aus Finnland ja auch gerade in Melbourne ist und sich zufaellig in einem Appartment mit ein paar Freunden teilt. Nach einem kurzen Chat, setzte ich mich in den Bus und surfte die Couch ueber New Year in Finnland ab.



Auch nutzte ich endlich mal die Gelegenheit mir die Statt anzusehen und mich in der St. Kilda Kiteszene etwas publik zu machen, was dazu fuehrte das ganz Finnland und ich auf eine private Silvesterparty eingeladen wurden welche auf einer Dachterasse mit Blick auf die Skyline Melbournes von statten ging.



Die Nacht endete aber auf einer Skaterparty im Hinterhof einer ziemlich verrueckten WG die mit Halfpipe, Dj und ausgeflippten Kostuemen die Silvesternacht auf australische weise celebrierte. Genau nach meinem Geschmack;-)




Nach weiteren 4 Tagen entschloss ich mich nach Sydney weiter zu ziehen, da mein Geldbeutel schon wieder leer war und ich in Sydney eine Chance hatte noch ein oder 2 Wochen zu Jobben bevor ich nach Thailand gehe.



Aber die groesste Ueberraschung war das ich Berlin nochmal traf und wir die Weatkuestenzeit wieder etwas aufleben lassen konnten.





Und da ich die Flexibilaet vermisste, machte ich (dachte ich) ein Schnaeppchen und kaufte mir ein Auto um an die Kitespots und zur Arbeit zu kommen.





Ausser Kiten und Arbeiten, traf ich alte Freunde wieder, wir besuchten den "La Cirque" im Operahouse der uns mit seinen akrobatischen Vorfuehrung der Extraklasse verzauberte, erlebten zusammen den Australiaday und bewunderten die restlichen Teile der Kuestenkulisse Sydneys die wohl keine andere Stadt der Welt toppen kann.





Nun stehe ich hier in Singapur und vertreibe mir meinen 6h Aufenthalt mit Internet. Mein in Perth gewonnenes Verkaeufertallent hab ich wohl wieder verloren, da das "Schnaeppchen" das ich mir zugelegt habe sich nicht so gut verkaufen lies wie erwartet und ich den guten Foerd nun in Michas Haende geben musste der den Verkauf fuer mich uebernimmt:-/


In ein paar Stunden werde ich in Bankok landen und meinem Bruder Flo mit Freude in die Arme fallen. Der hat sich ganz spontan entschlossen in seinen Semesterferien mit mir einen kleinen Teil Asiens zu erkunden.


Dienstag, 23. Dezember 2008

Merry Christmas




Seid Perth hat sich alles etwas veraendert und ich kann nur sagen es war einer der schoensten Reiseabschnitte die ich bisher erlebt hatte.
Das habe ich wohl Sophie und Tamara zu verdanken die mich die letzten 2 Monate begleitet haben. Sowohl die Arbeit in Perth als auch die Farm und den Kurztrip von Geralton to Perth haben wir zusammen verbracht und hatten auf eine interessante Weise ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Alles fing an im wunderschoenen Fremantle(aeltester Stattteil suedlich von Perth) als wir uns alle in einem Hostel begegneten und die Dinge ihren Lauf nahmen. Waehrend wir gemeinsam die Zeit mit vielen Freunden genossen, wartete ich wie geplant auf Neuigkeiten meiner Bewerbung als Physio. Nach 3 Wochen Spass, Kiten und Rumjobben, erfuhr ich letztendlich das die Physiosache erst im Januar klappt und ich mich nicht dafuer entscheiden konnte.
Spontan entschied ich mich die Berlinerinnen auf die Farm zu begleiten was fuer mich, da Thomas ja das Land verlassen hatte, als ein tolles Angebot um Geld zu verdienen und sich geborgen zu fuehlen gerade recht kam.
So machten wir uns auf den Weg und ihr habt ja bereits im letzten Bericht gesehen was dabei rauskam...es war eine tolle Erfahrung.
Nach vollbrachter Farmarbeit und ein paar Dollars in der Tasche ging es auf dem direkten Weg zur Kueste. Wo uns 5 Tage pures Abenteuer in australischer Kuestenwildness erwartete. Wie gewohnt, aus alten Zeiten mit Tom, gab es frisch gefangenen Fisch, Lagerfeuer und jede Menge Spass mit unserem von allen geliebten weisen "Flovercar"

Nach Rueckkehr in Fremantle entdeckte ich mich als erfolgreicher Autoverkaeufer und konnte unser bestes Stueck mit Traenen in den Augen fuer nen sehr zufriedenstellenden Preis verkaufen.

Das war die erste harte Trennung und die naechste folgte eine Woche spaeter als die Maedels nach Melbourne abreisten um ihren erwarteten Besuch zu empfangen.
Das war dann erstmal das Ende einer unvergesslichen Zeit an der Westkueste Australiens. Die mit viel Freude, Spass, Emotionen und Abenteuern verbunden war.
Und wieder einmal mache ich die Erfahrung ein Reisender zu sein bedeutet immer wieder schwere Abschiede in Kauf nehmen zu muessen und sich auf das Neue und Unvorhersehbare ein zu lassen auch wenn es einem noch so schwer faellt.
Also entschloss ich mich in Perth alle Zelte abzubrechen und in Melbourne neu zu starten.
So lernte ich schon auf dem Flughafen in Perth Karin aus Dortmund kennen die den gleichen Flug nach Melbourne wie ich gebucht hatte und mir kurzer Hand in Melbourne bei ihrer Schwester im Haus ein eigenes Zimmer mit Verpflegung anbot(for free). Naja nicht ganz, ich hab mich natuerlich arangiert und zeigte den Maedels meine Hausmanns-Faehigkeiten in dem ich mich ans Rasenmaehen machte und den Weihnachtsbaum(bzw. Palme) schmueckte.
Nach einem Wochenendausflug an die Graet Ocean Road entschied ich mich dann weiter nach Apollo Bay per Bus zu Reisen um dort Katha und ihre Freunde zu treffen










.... jetzt haben wir den 24.12.08 und es ist schon fast 11 bei uns.

Um 7 wahren wir alle in der Kirche. Es war sehr interessant mal zu erleben wie das hier in Australien ablaeuft. Und auch in der Kirche ist alles easy going, denn das ein odere andere Mal hat die ganze Kirche gelacht als der Pfarrer seine Witzchen machte. Und abschliesend bei dem Lied "silence night" kamen dann doch noch richtige Weihnachtsgefuehle mit etwas Heimweh auf, die aber nach dem wir die kirche verliesen und wir den blick aufs Meer bei herrlichem Sonnenschein und ein paar Leuten die auf dem dazwischen liegenden Golfplatz spielen sahen, gleich wieder erloschen:-).

Anschliesend folgte ein super leckeres Grillfest der englischen Tradition natuerlich mit Meerblick.

Nun sitzen wir gemuetlich im Wohnzimmer vor unserem, sogar echten, Weihnachtsbaum und quatschen ueber Aussierlebnisse.Morgen ist hier dann richtig Weihnachten und an der Graet Ocean Road werden 10000 Besucher erwartet die hier die Weihnachts- und Neujahrszeit verbringen wollen.

Bis zum Naechsten Jahr euer David

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Work and Travel

Als aller erstes bekommst du Antonia vom Patenonkel den versprochenen Geburtstagspfirsich den ich extra fuer dich gepflueckt habe!

Dazu gibt es eine kleine Bildergeschichte fuer dich. Und da du ja bestimmt ab der ersten Klasse schon Englisch lernst schreib ich jetzt mal in dieser Sprache.

Old Mc Bill he had a Farm hia,hia,ho


there was a cat and a papagei.... hia,hia,ho...


we had to get up every morning at 5 a clock, so we saw the sunrise every day when we drove to the peachfield(Pfirsichfeld), which was in the middle of the busch.
Bill the Farmer with his family Kate and little Tristin, is pumping a lot of water out of the ground, he said "its for free"! With the water he grows all his fruits: oranges, melons, nectarins, plumps(Pflaumen), grapes(Trauben) and peaches(Pfirsiche).

Bill is running an organic farm (bio). No chemicals at all.

In the past Bill's farm was only a sheep- station, what means that he earns his money with sheep wool(Schafswolle). He owns still more than 2000 sheeps(schafe) and goats(ziegen). The animals walking around on an area which is bigger than 700ha and only once a year they bring them all back to shear(Rasieren) them to get the wool of. Bill told us he has 40 windmills out there and in the summer he is driving the whole week arround to check them if they working well and pumping up water for the sheeps and goats.


And a few years ago he had hundreds of pigs too.

Every day we picked the peaches from the trees and after lunch when it becames to hot, we had to pack the peaches into boxes.

Once a week a big truck was comming and took the peaches to Perth.



After 3 weeks all peaches were picked and we finished the work on the Farm!



Vielleicht verstehst du noch nicht alles, aber du kannst es dir ja immer wieder durch lesen, dann wirst du schnell besser werden und kannst irgendwann auch mal auf reise gehen.
Ich biete dir hiermit eine Brieffreundschaft an. Dein Papa schickt mir seine Emailadresse und dann koennen wir uns persoenlich hin und her schreiben was wir wollen und ich kann dir all deine Fragen beantworten.

Montag, 3. November 2008

Fremantle Perth


Seit unserer Ankunft in Perth ist nun auch schon wieder ein Monat rum und wir haben uns wieder schnell an die Zivilisation gewoehnt und sie mehr als genossen. Denn in kurzester Zeit waren jede menge neue Freunde am Start mit denen jetzt unvergessliche Erlebnisse geteilt werden koennen.

Gerade angekommen habe ich mich erstmal auf die Bewerbung als Physiotherapeut konzentriert und alle Hebel in bewegung gesetzt. Nachdem ich dann 3 Wochen Bewerbungsfrist abwarten musste, machte ich mich auf die Suche nach Ueberbrueckungsarbeit, was bedeutete Bueromoebel aufbauen, Arnierungseisen zuschneiden, Schiffskontainer entladen....und zu guter letzt bin ich auf dem Redbull Air-Race gelandet wo ich 2 Wochen mit Zeltbau etc. beschaeftigt war und das ganze Event Geschehen mal Backstage erleben durfte.

Kitesurfen ist hier eigentlich jeden Tag moeglich nur das es noch ein wenig frisch ist und man sich im Shorty doch noch ganz schoen einen abfriert. Aber seis drum hier findet man alles von der Welle bis zum absoluten Flachwasser und das ganze 10 min von meinem Wohnort entfernt. Leider ging mein Kite letzte Woche zu Bruch und es kostete mich ein paar Tage arbeit um das wieder abzubezahlen, das nervt natuerlich. Auch die ein oder andere Kitelesson kam gut an:-)

Seid nun einer Woche haben sich unsere gemeinsamen Wege getrennt und jeder hat seine eigene Richtung eingeschlagen. Tom ist ueber Sidney nach Neuseeland geflogen und wird dort seine Reise fortsetzen.

Ich wartete bis gestern noch auf eine Antwort meiner Bewerbungsplaetze und habe heute erfahren das ich meinen Job Als Physio erst im Januar beginnen koennte, was natuerlich meine ganzen Plaene uebern haufen wirft! Deshalb habe ich mich nun spontan entschieden mit vier freunden auf eine 500km weit noerdlich von Perth gelegene Farm zu gehen um dort ein neues finanzielles Polster zu schaffen und neue Plaene zu schmieden wie es weitergehen soll.

Im Notfall kann man mich unter 0899635819 erreichen da es dort kein Mobilnetz und kein Internet gibt!

Montag, 6. Oktober 2008

From Darwin to Perth

Hallo alle zusammen. Wie ja im letzten Bericht schon angekündigt hatten wir uns auf den Weg von Darwin nach Broome gemacht und haben die Strecke durch die Kimberleys ohne jegliche Verluste hinter uns gebracht. Dieses mal haben uns Katharina aus Berlin und Sarah aus Wales begleitet. Das war echt ein richtig gutes Abenteuer, denn wir waehlten die Gibb-River Road was bedeutete 1000km Piste durch Flüsse, Schlaglöcher und Waschbrett ueberzogene Dirtroad. In der Mitte haben wir einen Abstecher nach Norden bis an den Ozean gemacht. Auf dem Weg dort hin wurde die Piste immer schlechter und ich wusste nicht was besser für unser Auto ist, mit 10km übers Waschbrett schleichen oder mit hundert Sachen Vollgas drüber Brettern, ich entschied mich für die 100!

Für die letzten 10km haben wir dann aber 2 Stunden gebraucht weil der Weg sich in eine wahre Offraodstrecke mit riesigen Steinbrocken verwandelt hatte . War schon etwas abenteuerlich da die nächste gute Werkstatt etwa 700km Piste entfernt war und es unmöglich gewesen wäre die Karre von diesem Ort mit einem groesseren Schaden jemals wieder wegzubringen da wir ganz allein unterwegs waren! Das hatte bedeutet wenn was zu Bruch gegangen wäre:Karre anzünden und mit dem Rucksack los laufen:-)
Aber es ging alles gut, bis auf das das Ziel das wir letzt endlich erreichten zwar einer der abgeschiedensten Orte war an dem ich mich jemals befunden habe, aber wir nicht ins Wasser konnten weil es vor Krokodilen nur so wimmelte und dazu wurden wir noch verstochen das alles zu spät war. Also am nächsten Tag wieder zurück um auf dem Rückweg einer der schönsten Wasserfälle Australiens, die Michell Falls, zu bewundern. Nach weiteren wunderschönen Schluchten mit Suesswasserkrokodielen zum anfassen(nicht wirklich, aber man konnte bis auf ein paar Meter nah ran gehen) und einem unterirdischen Fluss der durch eine riesen Hoehle fließt, sind wir dann nach insgesamt weiteren 2000 km in Broome angekommen. In diesem traumhaft schönen Ferienort durften wir das erste mal den Indischen Ozean bewundern und erfrischten uns erstmal nach einer Woche Staub und Dreck! Und endlich konnten wir auch wieder die Sonne ins Wasser plumpsen sehen:-) Wir genossen diesen Ort für drei Tage um uns wieder neu zu organisieren und erlebten eine Beachparty die jedes mal bei Vollmond von den Locals organisiert wird. Genau so hab ich mir auch eine richtige Beachparty immer vorgestellt: der ganze Strand voll mit Reisemobilen aller Art, ein riesiges Feuer, dann erst eine richtig gute Jam session dann ein guter DJ, dazu die ganze Nacht Feuershow und Barfuss Tanzen im Sand...dann früh am Morgen im Schlafsack im Sand liegend vom Ranger geweckt werden und vom Strand gescheucht! Frisch eingedeckt mit Lebensmitteln, Schnorchel- und Angelzeug machten wir uns die letzten 2500 nach Perth alleine auf den Weg um die besten Kite und Fischingspots fuer uns zu entdecken. Das heißt wir sind jetzt mit Kiten, Angeln, Speerfischen und Emails schreiben beschäftigt und haben schon die ersten selbst gefangenen Fische verspeist. Der erste Fang war gleich ein 1.50langer Katzenhai(Beweisphotos folgen)haben ihn aber wieder gehen lassen da wir nicht wussten wie wir ihn killen sollten(jetzt wissen wirs, der nächste muss dran glauben:erst Kopf ab, dann die Finnen, dann ausnehmen)!?Tom liebt die Tiere, oder besser gesagt die Tiere lieben ihn stellen wir immer wieder fest: auf Shlange getreten, von Tausendfuessler in den A...gebissen worden, Geko in die Hose gefallen, mit Schildkröte beim Kiten auf dem Bauch gestranden, mit Bussard auf dem Bauch die Steige mit dem Bike runter geheizt und letzte Woche einen Katzenhai auf dem Arm gehabt...fehlt nur noch ne fette Spinne oder so.

Nach 2 Tagen Fahrt mit kurzen Stops am immer tyrkis leuchtenden 80 mile Beach und einem kurzen Besuch in der Hafenstadt "Port Headland", die nur dazu dient den laengsten Zug der Welt(2.5km lang) zu endladen und das abgebaute Erz aus den nahe gelegenen Minen auf riesige Frachter zu packen, erreichen wir eine weitere Atraktion western Australiens, den "Karanjini National Park". Wir sind fast geblendet von seiner leuchtend gruenen Bracht von kleinen Bueschen und Gummibaeumen die im Kontrast zu den hervorragenden roten Felsen eine ueberagende Kulisse darbieten. Im Herzen des Parkes finden wir mehrere Schluchten die vergleichbar mit einem kleinen Kanyaning Trip zu Fuss erkundet werden koennen. Wir nutzten die Herrausvorderung und topten uns endlich mal wieder sportlich etwas aus in dem wir uns mit teilweisen akrobatischen Klettermoves bis an das "Ende" durch tricksen, was ein Spass!

Und als wir am Abend, mit unserem an diesem Tag wohl verdienten Feierabendbier, auf unserem Auto sitzend ueber die huegeliche Landschaft in den Sonnenuntergang schauten, waren wir uns beide stimmig das dieser Park einer der schoensten war den wir im Outback gesehen hatten!

Da an der Grenze des NP gleich eine der groessten Eisenerzmienen des Kontinents liegt, liesen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen mal einen Blick drauf zu werfen und landeten in einem Bus voll Rentnern und Asiaten. "Tom Price" nennt sich das Erdloch aus dem seit 1966 unglaubliche 95 millionen Tonnen Eisenerz gegraben wurden, von dem jede einzelne Tonne im mMoment 200 Dollar wert ist und ueber die Haelfte des Rohstoffes direkt nach China geht! Es war schon sehr unfassbar was fuer ein riesen Aufwand betrieben wird um als Endprodukt eine Gabel und ein Messer neben dem Teller liegen zu haben!
Dann aber endlich mit hoher Erwartung raus aus dem Staub und zurueck an die Kueste wo uns die ersten Kitespots erwarten! Und wir bekamen gleich am ersten empfohlenen Spot Naehe "Exmouth" die Bestaetigung. Es ist hart allein den esrten Spot in einem Satz zu beschreiben, deshalb fasse ich es in Stichworten zusammen: tyrkis blaues Wasser, im Innenriff flat, am Ausenriff die perfekte Welle, das Wasser lebt, Schildkroeten, Mantarays und im Background springen meter hoch die Buckelwahle ueber den Horizont, am Strand die Duenen und die Sonne faellt im Westen ins Wasser...wir kiten bis es dunkel ist! So und teilweise noch besser sehen alle Spots die naechsten 200km entlang der Coral Coast aus, hinunter bis nach Coral Bay. Unser Gelaendewagen war mal wieder eine Gottes Gabe. Denn nur dadurch war es uns moeglich allein an einem Sand geshapten Cap direkt am Beach zu campen, den Kite Tag und Nacht aufgebaut zu lassen und im Windschatten der Duenen auf spiegel glattem Wasser zu kiten,

zu schnorcheln oder die Angel fuer frischen Fisch ins Wasser zu werfen. Fuer allein diesen Schnorchelgang an diesem Platz, hatte sich die Anschaffung schon gelohnt. Wir sahen die schoensten Korallen ever, kleine Haie, riesen Schildkroeten, Mantarays und jede menge anderes Zeug und das alles auf eigene Faust!

Nach weiteren Kilometern entlang des unberuehrten "Ningaloo reefs", begleitet von wild umher rennenden Emus und riesen Kaengerus, entlaesst uns die Natur mal wieder fuer einen kurzen Moment nach "Coral Bay". Dort treffen wir zufaelliger weise wieder bekannte Gesichter aus Broome und verbringen ein paar zivilisierte Tage in dem von Palmen umsaehten Ferienoertchen. Nach tollem Fischfang und einem unvergesslichen Downwinder ueber das Riff machen wir uns auf die Weiterreise und treffen noch am gleichen Tag an einer Tankstelle eine Deutsche Surferin die uns von dem 150km noerdlich von Carnavon gelegenen "Red Bluff" und "Gnarolla" vorschwaermt. (zwei der bekanntesten Reef Brakes in Australiens). Vorallem die Windsurf und Surf Scene ist hier an diesem Platz im niergendwo mit heisen Duschen und kleinem Shop vertreten. Nach kurzer bedenkzeit ob diese 300km Umweg unseren finanziellen Rahmen spreangt, entscheiden wir uns direkt loszufahren um die einzigartige Gelegenheit in Anspruch zu nehmen und kommen noch spaeht am Abend an. Ich hab ja noch nicht viel Erfahrung im Wellenkiten und war vielleicht deswegen so beeindruck von diesen riesen Wellen die ein bis zwei Stockwerke hoch auf mich zu rollten. Das hat fuer einen ordentlichen Schub Adrenalin gereicht und das Kitesurfen hat sich wieder mal von einer anderen Seite als einer der besten Sportarten, die ich je gemacht habe, bewiesen. Nach 2Tagen Monsterwellen und ein paar vomRiff zerschnittenen Fuesse, ging es wieder zurueck auf die Piste um die letzten 600Kmhinter uns zu bringen.

Am vorletzten Tag vor unserer Ankunft in Perth, passen wir die "PinnacleDesert". Ein Stueck Wueste mitten im gruenen Busch mit tausenden Kalksteingebilden die aus dem gelben Sand herraus ragen und eine science fiction artige Landschaft erschaffen.

Ein leztes mal entscheiden wir uns fuer 70Km offroad und landen auf einer der zerstoertesten Piste die wir seid 6Monaten gesehen hatten, aber es hat sich gelohnt den nach 2 Stunden fuuhrt uns der Weg ueber Duenen direkt am Strand entlang und wir finden fuer unsere finales Camp den besten Duenenspot direkt am Wasser. Wir nutzen die Gelegenheit und halten unser Robinson Cruso artiges Aeuseres in ein paar unersetzbaren Bildern fest bevor wir wieder in die Zivilisation zurueck kehrten. Und weil die Sterne in der Nacht so schoen leuchteten kam ich spontan auf die Idee unsere Schlafsaecke auf das Top der naechst gelegensten Duene auszubreiten um die Natur noch mal voll geniesen zu koennen. Wir lagen also traeumend wie uns die Sonne ihre ersten Strahlen gerade am naechsten Morgen uebers Gesicht wirft auf unserer Duene und dachten an nichts Boeses, als ich ploetzlich auf wachte und etwas komisches auf meinem Gesicht spuehrte. Komisch war das als ich die Augen oeffnete keine Sterne mehr sah sondern nur schwarz, es war der Hintern einer riesen Spi....Spass bei seite ich wachte auf und war glitsch nass. Es waren tatsaechlich keine Sterne mehr da, aber nicht weil etwas auf meinem Gesicht sass, sondern weil ein Sturm aufgezogen war der einen Gewitterartigen Regen ueber uns nieder lies und unsere Schlafsaecke binnen einer Minute komplett durchnaesste. Wir ergriffen die Flucht. Bei Sturm und Regen rennen also 2 Robinsons mit minimaler Bekleidung aus dem Schlafsack geschlueft so schnell sie koenen mit Sack und Pack von einer Duene und suchen Unterschlupf im Auto wo sie die restliche Nacht ohne Decke verbringen mussten.

Nach dieser Aktion war uns klar das die Natur jetzt genug von uns hatte und das Stadtleben wieder nach uns ruft und so packten unseren Staff nach einer grossen Trocknungsaktion zusammen und brachten die Safari mit etwas Glueck gut zu ende. Denn auf dem Weg am Strand brachte es tom fast noch fertig das Auto umgekippt im Meer zu versenken als er bei einem Spurwechsel einen vom Wasser weggespuehlten Sandabsatz uebersah. Aber wie gesagt der Schutzengel lies uns und das Auto bis zum Schluss nie im Stich und wir beendeten unseren Trip heil in Perth.








Donnerstag, 4. September 2008

on the road again,


die Zeit laeuft uns davon, wir koennen es nicht glauben. Denn seit ich meine kleine Insel verlassen habe sind schon wieder 3 Wochen vergangen.
Ja es war ein schwerer Abschied, denn nach fast 5 Wochen Inselleben, fuehlte ich mich wie Zuhause und als ein festes Familienmitglied unter den Staff Leuten. Die ersten 2 Wochen waren zwar nicht gerade einfach, aber so nach und nach fand ich jede menge Beschaeftigungen wie Fitnessraum, Tennisspielen, Poolcomp, Jam-sessions am Pool, Open Air Kino am Strand, Kiten am day off, Reef Trips, Party Trips nach Ayrlie Beach und jede menge guter Freundschaften!
Letzt endlich habe ich sehr profitiert von dieser Erfahrung. Ich konnte mein Englisch verbessern, meine Massagekenntnisse und ich habe sehr viele Infos von Australiern ueber Australien bekommen und gute Kontakte in Sachen Physiotherapie .
abgecheckt.
Nach mehreren Abschiedspartys und noch 2 richtig guten Kitesessions um die Insel herum, habe ich wieder meinen Rucksack gepackt und habe mich per Mitfahrgelegenheit auf in Richtung Norden nach Townsville gemacht, wo Tom schon seid 4 Wochen in einem Hostel wohnte und richtig gute Jobs und Freunde gefunden hatte.
Gerade angekommen und schon hatten wir Wind. Deshalb entschloss ich mich noch ein paar Tage in Townsville zu verbringen um die Stadt etwas besser kennen zu lernen. Townsville hat mir sehr gut gefallen. Man findet nicht zu viele Touristen, sehr schoene Straende, tolles Klima, ein nagelneues Krankenhaus(habs mir angeschaut),ein paar mehr historische Gebaeude, fast jedes Wochenende eine Veranstaltung (Jazzfestival, Socialfestival, Horseracing etc.) und Kiten:-)
Nach einer Woche Vergnuegen mit Tom's Freunden, ging es dann weiter in den Regenwald nach Cairns. 3 Freunde von Townsville begleiteten uns noch fuer weitere 4 Tage, wir fuhren gemeinsam weiter hoch in den Norden und schauten uns einen der aeltesten Teile des australischen Regenwalds(Cape Tribulation) an und dazu kamen wir jeden Tag zum Kiten. Und weil die Windbedingungen gerade so gut waren, liesen wir uns in Port Douglas fuer eine weitere Woche nieder und hatten mit einer Gruppe Italienern, Israelies und Australiern einen riesen Spass beim Kiten und anderen akrobatischen Aktivitaeten.
Dort lief uns dann auch gleich Andrea aus Oesterreich ueber den Weg die zufaellig auch gerade angefangen hatte zu Kiten und uns auf unserem Trip nach Darwin begleitete. Auch Irene aus Irland sass mit im Boot und so hatten wir also wieder eine neue "car company" fuer das australische Outback gefunden.
Die Landschaft im Outback beeindruckte mich sehr. Es ist sehr trocken, aber die Gegend ist bestueckt mit unendlich vielen meist gruenen Baeumen, Termitenhaeufen und jede Menge Tieren (Kaengerus, Kuehe, Dingos, Riesenwildschweinen, Krokodielen, Schlangen...) Trotz allem lassen wir uns nicht davon abhalten unter freiem Himmel auf dem Boden zu schlafen um den unglaublich schoenen Sternenhimmel zu bewundern.
Die ersten 4Tage waren gleich eine kleine Herrausforderung. Wir kamen uns vor wie auf der Rally Paris-Dakar, weil nach den ersten 400 Kilometern gleich mal ein Reifen geplatzt war und eine Stunde spaeter dann gleich das gewechselte Rad auch wieder drauf ging (war wohl schon ein paar Jahre in der Sonne gehangen). Am naechsten Tag hat sich dann der Auspuff geloest und bevor wir jemanden zum schweisen finden konnten hat er sich ganz verabschiedet und wir mussten einen Tag mit einem monstroesen Sound durch die Wueste brettern. Dazu kostete es uns 2 Naechte das Ding im Staub ohne Hebebuehne aus und wieder einzubauen nachdem wir endlich einen faulen Australier ueberreden konnten das Teil wieder zusammen zu schweisen. Ein weiterer Abend ging drauf um unser Roofrack wieder zu befestigen, nachdem es uns fast mit dem ganzen Stuff vom Dach vibriert hatte.
Aber nach ueber 1000km Schotterpiste mit 90-100 Sachen konstanter Geschwindigkeit unzaehligen Schlagloechern, Flussdurchfahrten, traumhaften Sonnenuntergaengen und paradiesesch schoenen heissen Quellen und Wasserfaellen hat uns unser treues Fahrzeug die Durststrecke (2600km) nach Darwin ohne groessere Pannen tapfer an unser Ziel gebracht und wir sind alle sehr gluecklich darueber den "Savanah Way" als Route gewaehlt zu haben!
Thanks a lot Andrea and Irene for this gourges adventure-trip, it was big fun with you guys together.
Aber nun heist es fuer uns wieder neue Mitfahrer zu finden um die naechsten 4000km entlang der Westkueste runter in den suedlich Fruehling nach Perth zu erkunden. Dort ist dann fuer die naechsten Monate Arbeiten in einem Krankenhaus angesagt.
Das heisst das sich die Abreise aus australien nach Neuseeland wahrscheinlich auf ende Dezember verschieben wird.
Ich melde mich sobald uns die Wildness wieder Gelegenheit bietet einen Abstecher in die Zivilisation zu machen:-)